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Basilika und Kaisersaalkonzerte 2012

Künstlerischer Berater
Herr Florian Seitz
www.florian-seitz.eu 

 

Einladung zu den Ottobeurer Konzerten 2013

Im Hören und Sehen entfaltet der Mensch seine Lebensbeziehungen vom „Ich“ zum „Du“, vom „Du“ zum „Ich“. Dieses Wechselspiel vom Hören und Sehen findet einen besonderen Ausdruck, wenn Musik in einem erhabenen Raum erklingt: Wenn Architektur in Säulenkolonaden und Fensterachsen den Rhythmus der Musik aufnimmt, wenn die „Tutti“ von Orchester und Chören mit Kuppel und Gewölbescheitel eines gestalteten Raumes wetteifern, wenn Klang und Raum zu einer Einheit werden.

 

Anlässlich des 200. Geburtstages von Giuseppe Verdi erklingt am 23. Juni sein Requiem nun zum 7. Mal in der mittlerweile 64-jährigen Geschichte der Ottobeurer Konzerte, dargeboten vom Orchester der KlangVerwaltung München und der Chorgemeinschaft Neubeuern unter Leitung von Enoch zu Guttenberg. Das Verdi-Requiem vermag immer wieder die menschlichen Gefühle angesichts des Todes zu erschüttern, aber auch die Hoffnung über den Tod hinaus zu wecken. Enoch zu Guttenberg weiß, dass dieses Werk zu seiner Entfaltung den erhabenen und gewaltigen Raum verlangt.

Das Verdi-Requiem erklang erstmals in der Ottobeurer Basilika zum 50. Todesjahr des Komponisten im Jahr 1951 mit Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks unter Eugen Jochum. Als Solisten wirkten damals Annelies Kupper, Lore Fischer, Lorenz Fehenberger und Max Proebstl mit. Enoch zu Guttenberg führte dieses Werk bereits 1986 im Gedenken an den kurz vorher verstorbenen Abt Vitalis Maier OSB auf. Im Zeitungsbericht von Wilfried Wild ist über diese Aufführung zu lesen: „Wenn die kühne Kirchenmusik des Opernkomponisten Verdi einen angemessenen Aufführungsraum finden soll, so ist es die weite, sinnenfrohe, farbenfreudige Basilika in Ottobeuren, in deren Fresken und Plastiken die Glaubensgewissheit über den Tod triumphiert…“.

Die Chormusik, soweit sie nicht der Oper diente, spielte in Verdis Schaffen nur eine Nebenrolle, wenngleich eine qualitativ gewichtige. Wie in den Opern, so steht auch in der „Messa da Requiem“ die menschliche Stimme im Vordergrund, nicht das sinfonische Orchester. Impulsive Einfühlung und farbenfrohe Darstellung, Eigenschaften der italienischen Musik insgesamt und der italienischen Oper im Besonderen, prägen auch die Sprache von Verdis Requiem. 

 

Am zweiten Konzertsonntag, 21. Juli führt das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter dem Dirigat von Michael Sanderling die Symphonie Nr. 4 Es-Dur von Anton Bruckner in der Basilika auf. Die Sinfonien des österreichischen Komponisten Anton Bruckner (1824-96) haben ihren festen Platz im Konzertprogramm der Ottobeurer Konzerte. Sie erschließen sich dem Zuhörer durch bedächtiges Lauschen einer Musik, deren feierliche Klänge und unendliche Melodik in den weiten Kirchenraum eindringt und die tiefe Religiosität des Komponisten zum Ausdruck bringt. Bruckners gesamtes Schaffen stand stets unter dem Motto „O.A.M.D.G.“ („Omnia ad majorem Dei gloriam“ – „Alles zur höheren Ehre Gottes“). In seinen Werken schwelgt Bruckner oft in Naturseligkeit, die tief im Religiösen verwurzelt ist und seine Verbundenheit zur Schöpfung ausdrückt.

Die Vierte Sinfonie in Es-Dur mit dem Beinamen Die Romantische ist neben der Siebten die wohl beliebteste Sinfonie von Anton Bruckner. Die erste Fassung entstand 1874. Die zweite Fassung von 1878 enthält ein völlig neu komponiertes Scherzo. In den Jahren 1879/80 überarbeitete Bruckner noch einmal das Finale. Die sehr erfolgreiche Uraufführung fand am 20. Februar 1881 in Wien mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Hans Richter statt.

Die 4. Symphonie von Anton Bruckner erklang bisher nur zweimal in der Ottobeurer Basilika: Am 27. Juni 1999 mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Herbert Blomstedt und am 19.Juli 2009 mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Fabio Luisi.

 

Die Messe f-Moll von Anton Bruckner wird am 15. September von der Philharmonia Zürich (Orchester der Oper) und dem Chor der Oper Zürich unter Leitung von Marc Albrecht präsentiert.

Fast auf den Tag vor 60 Jahren, und zwar am 13.Sept. 1953, erklang Bruckners f-Moll-Messe zum ersten Mal in der Basilika. Domkapellmeister Johannes Fuchs, St. Gallen, führte dieses großartige Werk mit dem Tonhallenorchester Zürich, dem Kammerchor Zürich und dem Domchor von St. Gallen im Rahmen eines Internationalen Konzerttages Deutschland – Schweiz auf. Es war die erste Internationale Begegnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Damit wurde ein Zeichen gesetzt für „Musik verbindet die Völker“, das im Laufe der Jahrzehnte reiche Früchte tragen konnte.

Der Markt Ottobeuren freut sich, dass wieder ein Symphonieorchester, ein Chor und Solisten aus der Schweiz diese großartige Messkomposition aufführen, von der Leopold Nowak, der bekannte Brucknerkenner sagte: “Wo immer diese Messe mit ihrem weihevollen Kyrie beginnt, da führt sie die Menschen sanft, aber unaufhaltsam in die Tiefen von Glauben und Gnade, jener Bereiche, in denen Bruckners Genie beheimatet war“.

 

In der Zeit vom 9. Mai bis zum 22. September bietet Ottobeuren ein abwechslungsreiches Programm mit Kammermusik in der ganzen Vielfalt im Kaisersaal der Abtei.


Abt Paulus Weigele OSB und Bürgermeister Bernd Schäfer laden herzlich zu den Ottobeurer Konzerten 2013 ein!

 

Weitere Informationen

Touristikamt Kur & Kultur
Marktplatz 14
Tel.:08332-921950
E-Mail: touristikamt@ottobeuren.de

Öffnungszeiten:
Mo. – Do.: 9.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr
Freitag: 9.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr
Samstag: 10.00 – 12.00 Uhr (Mai bis September)



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