Als Wasserhärte wird die Konzentration der im Wasser gelösten Ionen der Erdalkalimetalle bezeichnet. Zu diesen „Härtebildnern“ zählen hauptsächlich Calcium und Magnesium. Die gelösten Härtebildner können unlösliche Verbindungen bilden, vor allem Kalk und so genannte Kalkseifen. Die Tendenz zur Bildung von unlöslichen Verbindungen ist der Grund für die hohe Aufmerksamkeit, die der Wasserhärte entgegengebracht wird.
Bisher galt:
• Härtebereich 0 (sehr weich): bis 3,0 °dH Gesamthärte
• Härtebereich 1 (weich): bis 1,3 Millimol je Liter; 3,1 bis 7,0 °dH Gesamthärte
• Härtebereich 2 (mittel): 1,3 bis 2,5 Millimol je Liter; 7,1 bis 14,0 °dH Gesamthärte
• Härtebereich 3 (hart): 2,5 bis 3,8 Millimol je Liter; 14,1 bis 21,0 °dH Gesamthärte
• Härtebereich 4 (sehr hart): über 3,8 Millimol je Liter; über 21,0 °dH Gesamthärte
Durch die Neufassung des Gesetzes über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (WRMG) werden die Härtebereiche neu festgelegt:
- Härtebereich weich: weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 °dH)
- Härtebereich mittel: 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 bis 14 °dH)
- Härtebereich hart: mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht mehr als 14 °dH)
Bisher war das Ottobeurer Trinkwasser dem Härtebereich 3 (hart) zugeordnet. Aufgrund der neuen Festlegung wird das Otttobeurer Trinkwasser künftig dem „Härtebereich hart“ zugeordnet.
Der jeweilige Einzelwert zur Wasserhärte kann den obigen Prüfungsergebnissen der entsprechenden Jahresuntersuchungen entnommen werden.
Das Bauamt und Wasserwerk bitten um Kenntnisnahme und Beachtung.
Bauamt
Dipl.-Ing. (FH) Alois Spöttle